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SommerTrainingColorado

Sommer-Recap: Deutschland, Colorado und zurück an die Arbeit

Sechs Wochen Deutschland, zwei Monate Colorado – wie mein Trainingssommer aussah, und warum ich diese Zeit so schnell nicht vergessen werde.

Mein Sommer hat in Deutschland begonnen – sechs Wochen zu Hause, um die Batterien wieder aufzuladen. Familie, Freunde, unterwegs sein, ohne Druck, dazu ein paar schöne Wanderungen in den Alpen. Nach neun Monaten in den USA war es auch einfach schön zu sehen, dass zu Hause eigentlich alles so ist, wie ich es verlassen habe. Keine High-Stakes-Wochen, einfach eine solide Grundlage aufgebaut und eine gute Zeit gehabt.

Von Deutschland nach Colorado

Danach ging’s zurück in die USA – erst ein paar Tage mit meiner Freundin durch Colorado, dann zu meiner Familie, bei der ich die restliche Zeit trainiert habe. Fast zwei Monate lang hatte ich praktisch nichts anderes zu tun, als zu trainieren und Colorado zu entdecken: Steamboat, Denver, Boulder, Bozeman, dazu ein Trip nach Moab und einer nach Telluride. Hauptbasis war Steamboat Springs oder Denver – super Wetter den ganzen Sommer, und sonst eigentlich nur trainieren, schlafen, essen, erholen, dazwischen Zeit mit Familie und Hund.

Mir ist bewusst, wie selten so eine Zeit ist – ohne Verpflichtungen, ohne sich über irgendwas Gedanken machen zu müssen, einfach nur Sport und das Land um mich herum. Dankbar ist fast untertrieben.

Was ich sportlich gemacht habe

  • Rollski-Rennen, 7,5 km Einzelstart – gewonnen, wobei “gewonnen” mit Anführungszeichen zu lesen ist, ein kleines, lokales Rennen
  • Pritchard Trail Run in Bozeman, 10 Meilen – 2. Platz
  • 3000 m in Bozeman/Steamboat (ca. 2100–2200 m Höhe) – 9:45, da hat man die Höhe deutlich gemerkt

Spannend ist auch der Blick auf die Zahlen: In den gut fünf Wochen in Deutschland kam ich auf etwa 119 Trainingsstunden, in den knapp zehn Wochen in den USA auf etwa 208 Stunden – pro Woche also rund 24 Stunden in Deutschland mit vielen Bergtouren und weniger intensiven Einheiten gegenüber rund 21 Stunden in den USA. Vom Gefühl her war Deutschland die Erholung, von den reinen Stunden her war’s kaum weniger Umfang, nur eben entspannter und unspezifischer.

Insgesamt lief das Training richtig gut: konstant, aber nicht übermäßig viel – ich habe bewusst versucht, etwas auf der Bremse zu bleiben. Dazu ein bisschen mit Doppelschwellen-Einheiten experimentiert. Keine Grundlagenkrise, kein Übertraining – einfach eine gute, ruhige Zeit mit solider Arbeit.

Fazit

So einen Sommer bekommt man wahrscheinlich nicht so schnell wieder – und genau deswegen will ich ihn hier festhalten, bevor der Alltag in Vermont ihn überschreibt. Und wer weiß, ob man so eine Leichtigkeit und Reisefreude je wieder erleben kann.